Gut zu wissen
FAQs
Über WINE Berlin
Was ist WINE Berlin?
Ein sommelier-kuratierter Weinladen in Berlin-Neukölln mit Online-Shop. Jede Flasche wurde von unserem Sommelier persönlich verkostet und ausgewählt. Das Ergebnis ist vergleichbar mit der Weinkarte eines richtig guten Restaurants, nur eben zum Einzelhandelspreis.
Was unterscheidet WINE Berlin von anderen Weinläden?
Die Auswahl. Statt tausender Flaschen bekommst du bei uns eine kleine, handverlesene Kollektion — jeder Wein persönlich geprüft von unserem Sommelier. Nur was im Glas überzeugt, kommt ins Sortiment.
Wie wählt ihr eure Weine aus?
Unser Sommelier verkostet jeden Wein unabhängig, bevor er ins Sortiment kommt. Dabei zählt nur, was im Glas ist — nicht der Name des Weinguts, nicht das Etikett, nicht der Trend. Das Ziel: Weine, die qualitativ und geschmacklich oft deutlich teureren Flaschen überlegen sind.
Was ist der Virtual Sommelier?
Ein digitales Beratungs-Tool auf unserer Website, das wir gemeinsam mit unserem Sommelier speziell für unser Sortiment entwickelt haben. Du beantwortest ein paar kurze Fragen zu deinem Geschmack und bekommst Weinempfehlungen, die wirklich zu dir passen — wie eine persönliche Beratung am Tisch in einem Restaurant, nur eben online und rund um die Uhr.
Warum ist euer Sortiment so klein?
Weil weniger hier mehr ist. Statt dich mit Hunderten Flaschen zu überfordern, bekommst du eine überschaubare Auswahl, bei der jede einzelne Flasche hält, was sie verspricht. Du kaufst wie von einer kuratierten Weinkarte — nicht wie aus einem Supermarktregal.
Kann ich bei WINE Berlin online bestellen?
Ja. Über wineberlin.de kannst du alle Weine deutschlandweit bestellen — Versand 8,90 €, ab 49 € versandkostenfrei. Oder du kommst direkt in unseren Laden in der Weserstraße 44 in Neukölln.
Wann hat euer Laden in Berlin geöffnet?
Mittwoch und Donnerstag 15–21 Uhr, Freitag und Samstag 15–22 Uhr. Sonntag bis Dienstag geschlossen. Online kannst du jederzeit bestellen.
Bietet ihr Weinproben oder Events an?
Ja, regelmäßig in unserem Laden in Neukölln. Alle aktuellen Termine kündigen wir auf unserer Website und direkt im Laden an.
Für wen ist WINE Berlin gedacht?
Für alle, die guten Wein trinken wollen, ohne Weinexperte sein zu müssen. Unser Sortiment ist so zusammengestellt, dass Einsteiger sich nicht überfordert fühlen — und erfahrene Weintrinker voll auf ihre Kosten kommen und starke Weine entdecken, die sie so nicht erwartet hätten.
Sind eure Weine bio?
Teilweise. Wir wählen nach Qualität aus, nicht nach Siegel — dabei landen aber überdurchschnittlich viele Bio- und biodynamisch arbeitende Weingüter in unserem Sortiment. Bei jedem Wein kommunizieren wir transparent, ob er zertifiziert ist.
Führt ihr Naturweine?
Ja, wir haben eine eigene Naturwein-Kategorie im Shop. Unser Sommelier wählt auch hier nach denselben strengen Qualitätskriterien aus — wir verkaufen nur Naturweine, die sauber gemacht sind und im Glas überzeugen.
Verkauft ihr alkoholfreie Weine?
Ja. Wir führen eine kuratierte Auswahl alkoholfreier Weine, die unser Sommelier persönlich geprüft hat — darunter auch 0,0 %-Weine. Dabei achten wir besonders auf wenig Restzucker und echten Weincharakter.
Allgemeines Weinwissen
Was bedeutet „trocken" bei Wein?
„Trocken" heißt: wenig bis kein Restzucker. Da die allermeisten Weine heute trocken sind, ist die Angabe weniger aussagekräftig, als viele denken. Ein Wein kann fruchtig schmecken und trotzdem komplett trocken sein — Frucht und Süße sind zwei verschiedene Dinge.
Was ist Tannin?
Ein Gerbstoff, der fast nur in Rotweinen vorkommt — du spürst ihn als raues, leicht austrocknendes Gefühl im Mund, ähnlich wie bei starkem schwarzem Tee. Reifes Tannin gibt einem Wein Struktur und Alterungspotenzial, unreifes kann bitter wirken. Tannin wird durch salziges Essen deutlich weicher.
Was ist der Unterschied zwischen Frucht und Süße bei Wein?
Wenn ein Wein nach Kirsche oder Pfirsich schmeckt, heißt das nicht, dass er süß ist — die allermeisten fruchtigen Weine sind trocken. Frucht ist Aroma, Süße ist Zucker auf der Zunge. Beides kann unabhängig voneinander vorkommen.
Was bedeutet „Körper" bei Wein?
Der Körper beschreibt, wie voll oder leicht sich ein Wein im Mund anfühlt — von schlank und erfrischend bis dicht und wärmend. Er hängt hauptsächlich vom Alkoholgehalt und der Säure ab: mehr Alkohol und weniger Säure bedeuten mehr Körper.
Was ist Säure im Wein und warum ist sie wichtig?
Säure ist ein natürlicher Bestandteil jeder Traube und macht Wein lebendig und erfrischend. Manche Rebsorten haben von Natur aus mehr (Riesling, Sauvignon Blanc), andere weniger (Grauburgunder, Merlot). Ein Wein wirkt ausgewogen, wenn Säure und die anderen Komponenten wie Frucht und Restzucker sich gegenseitig in Balance halten.
Was bedeutet „mineralisch" bei Wein?
Ein umstrittener Begriff, den viele Profis inzwischen vermeiden. Im Alltag meint er meistens: nicht übermäßig fruchtig, etwas mehr Säure, eine gewisse Klarheit im Geschmack — an nasse Steine, Kreide oder Feuerstein erinnernd.
Was ist der Unterschied zwischen Fass und Stahltank?
Im Stahltank bleibt der Wein frisch und unverfälscht. Im Holzfass bekommt er zusätzliche Aromen wie Vanille, Toast oder Gewürze — aber nur, wenn das Fass neu ist. Alte Fässer geben kaum noch Aroma ab, kleine Fässer (Barrique, 225 Liter) mehr als große.
Warum haben manche Weine mehr Alkohol als andere?
Reifere Trauben haben mehr Zucker, und Zucker wird bei der Gärung in Alkohol umgewandelt. Weine aus warmen Regionen haben deshalb oft 13–15 % Alkohol, solche aus kühleren Gegenden eher 10–12,5 %.
Welcher Wein schmeckt nicht so sauer?
Greif zu Rebsorten mit wenig Säure: Bei Weißwein zum Beispiel Grauburgunder (bei uns der Hahnmühle Grauburgunder) oder Chardonnay (der Camas Chardonnay oder der Les Parcelles Chardonnay BIO). Bei Rotwein: Merlot oder Primitivo — wie unser Dea del Mare Merlot Cabernet Sauvignon oder der Integro Primitivo BIO. Generell wirkt ein Wein milder, wenn Säure und etwas Frucht oder Restzucker sich gegenseitig ausbalancieren. Unser Virtual Sommelier kann dir gezielt Weine mit weichem Profil empfehlen.
Welcher Wein für Anfänger?
Grauburgunder (weiß) und Merlot (rot) sind ein guter Start — beide unkompliziert, zugänglich, nicht zu extrem. Aus unserem Sortiment: der Hahnmühle Grauburgunder oder der Dea del Mare Pinot Grigio Chardonnay für Weißwein, der Dea del Mare Merlot Cabernet Sauvignon für Rot. Oder du nutzt einfach unseren Virtual Sommelier: Der fragt nach deinen Vorlieben und empfiehlt dir genau den richtigen Wein, ohne dass du dich mit Rebsorten auskennen musst.
Welcher Wein passt zu Pizza?
Zu Margherita und Gemüse-Pizza: ein fruchtiger Sangiovese wie unser Il Volpetto Chianti. Mit Salami oder kräftigem Belag: der Integro Primitivo BIO oder der Miopasso Nero d'Avola. Weiße Pizza mit Burrata? Der Camas Syrah Rosé oder ein frischer Weißwein.
Welcher Wein passt zu Pasta?
Kommt auf die Sauce an. Tomatensauce liebt italienische Rote mit guter Säure — wie den Il Volpetto Chianti. Sahnesauce oder Carbonara: ein Chardonnay wie der Domaine des Malandes Chablis oder der Les Parcelles Chardonnay BIO. Pesto: der Odulin Friulano mit seinen kräutrigen Noten.
Welcher Wein passt zu Steak?
Hier darf es kräftig sein — der Château St. Marie Bordeaux Supérieur (Merlot/Cabernet Sauvignon) oder der Saint Antonin Les Jardins Faugères (Grenache/Syrah/Carignan) aus unserem Sortiment. Das Fett im Fleisch macht Tannin im Wein weicher, die dunkle Frucht harmoniert mit den Röstaromen.
Welcher Wein passt zu Sushi?
Ein schlanker, mineralischer Weißwein — wie unser Domaine des Malandes Chablis oder der Odulin Friulano. Wer mutig ist: Der Cortese Orange Bianco BIO passt mit seiner leichten Herbheit erstaunlich gut zu Sashimi.
Welcher Wein passt zum Grillen?
Zu rotem Fleisch: der Integro Primitivo BIO oder der Saint Antonin Les Jardins Faugères. Zu Bratwurst und Geflügel: der Les Parcelles Grenache-Syrah oder ein Rosé wie der Château St. Marie Bordeaux Rosé. Für Fisch und Gemüse: ein frischer Weißwein oder Rosé wie der Camas Syrah Rosé.
Schraubverschluss oder Kork — was ist besser?
Im Grunde egal. Schraubverschluss ist technisch zuverlässiger und verhindert den muffigen Korkfehler, der ca. 3–5 % aller Korkflaschen betrifft. Naturkorken kann bei Weinen, die lange reifen sollen, Vorteile haben. Für die allermeisten Weine, die innerhalb von ein paar Jahren getrunken werden, macht es keinen Unterschied.
Muss Rotwein dekantiert werden?
Nicht zwangsläufig. Junge, tanninreiche Rotweine wie ein Bordeaux gewinnen durch 30–60 Minuten in der Karaffe oft deutlich. Leichte Rotweine und ältere, fragile Weine brauchen das nicht — zu viel Luft kann ihnen sogar schaden.
Kann Wein schlecht werden?
Ja, aber es dauert. Ungeöffnet verliert Wein bei schlechter Lagerung (zu warm, zu viel Licht, schwankende Temperatur) irgendwann seine Frucht und wird müde. Geöffnet oxidiert er, hält aber gut verschlossen im Kühlschrank deutlich länger als viele denken — Weißwein oft 3–5 Tage, Rotwein 2–4 Tage. Unser Tipp: Mit einer Vakuumpumpe den restlichen Sauerstoff aus der Flasche ziehen, dann hält der Wein nochmal spürbar länger.
Wie lagere ich Wein richtig zu Hause?
Kühl (10–15 °C), dunkel, bei gleichbleibender Temperatur. Flaschen mit Korken am besten liegend. Die meisten Weine im günstigen bis mittleren Segment sind nicht für lange Lagerung gemacht — trink sie innerhalb von ein bis drei Jahren.
Wie lange bleibt eine geöffnete Flasche gut?
Weißwein und Rosé: 2–3 Tage im Kühlschrank, mit Vakuumpumpe auch 4–5. Rotwein: 1–2 Tage, mit Vakuumpumpe 3–4. Schaumwein: am besten sofort, spätestens am nächsten Tag. Je weniger Wein in der Flasche, desto schneller baut er ab.
Brauche ich spezielle Weingläser?
Du brauchst kein spezielles Glas — aber es macht einen Unterschied. Ein bauchiges Weinglas mit dünnem Rand lässt Aromen deutlich besser zur Geltung kommen als ein kleines, dickes Glas. Im Zweifel reicht ein universelles Rotweinglas für fast alles.
Was sind autochthone Rebsorten?
Traubensorten, die fast ausschließlich in einer bestimmten Region wachsen und dort oft eine jahrhundertelange Tradition haben — wie der Friulano in Friaul (bei uns der Odulin Friulano) oder der Nero d'Avola auf Sizilien (der Miopasso in unserem Sortiment). Im Gegensatz zu internationalen Sorten wie Chardonnay oder Merlot, die weltweit angebaut werden.
Was ist ein Sommelier?
Ein ausgebildeter Weinfachmann, der sich professionell mit Auswahl, Empfehlung und Service von Wein beschäftigt. Unser Sommelier kuratiert Weinkarten für die Berliner Spitzengastronomie und bildet selbst Sommeliers aus. Er hat jede Flasche in unserem Sortiment persönlich geprüft und ausgewählt.
Warum schmecken Weine aus derselben Rebsorte so unterschiedlich?
Weil Klima, Boden, Höhenlage, Alter der Reben und die Arbeit im Keller den Wein mindestens genauso formen wie die Rebsorte. Unser Camas Chardonnay aus Südfrankreich schmeckt komplett anders als der Domaine des Malandes Chablis — obwohl beides Chardonnay ist.
Weißwein
Welche Weißwein-Rebsorten sollte man kennen?
Für den Einstieg: Riesling (aromatisch, lebendige Säure — bei uns der Sven Leiner Handwerk Riesling), Chardonnay (vielseitig — vom schlanken Chablis bis zum sonnigen Camas), Grauburgunder (zugänglich, wenig Säure — der Hahnmühle) und Friulano (kräutrig, eigenständig — der Odulin). Jede Rebsorte schmeckt je nach Region komplett anders.
Welcher Weißwein hat wenig Säure?
Grauburgunder und Chardonnay sind von Natur aus säurearm. Bei uns: der Hahnmühle Grauburgunder (mild, angenehmer Körper) oder der Camas Chardonnay (weich, fruchtig). Auch der Dea del Mare Pinot Grigio Chardonnay ist ein guter Einstieg für alle, die es sanft mögen.
Welcher Weißwein ist besonders fruchtig?
Der Santa Tresa Grillo Viognier BIO aus Sizilien bringt aromatische, exotische Frucht mit. Der Sven Leiner Handwerk Riesling hat eine klare, saubere Fruchtigkeit — Apfel, Pfirsich, Zitrone. Wer es dezenter und kräutriger mag, greift zum Odulin Friulano.
Was ist der Unterschied zwischen Grauburgunder und Pinot Grigio?
Dieselbe Traube, unterschiedlicher Stil. Deutscher Grauburgunder hat oft mehr Körper und weniger Säure. Italienischer Pinot Grigio ist leichter und frischer. Bei uns findest du beides: den Hahnmühle Grauburgunder (deutscher Stil) und den Dea del Mare Pinot Grigio Chardonnay (italienisch, leicht).
Warum ist Riesling so besonders?
Riesling kann alles: knochentrocken bis edelsüß, leicht bis gehaltvoll, jung oder über Jahrzehnte gereift. Er hat von Natur aus viel Säure und eine enorme aromatische Vielfalt. Unser Sven Leiner Handwerk Riesling aus der Pfalz zeigt die trockene, elegante Seite. Die Schmitt Riesling Freiheit zeigt, wie spannend Riesling als Naturwein sein kann.
Welcher Weißwein passt zu Fisch?
Zu leichtem Fisch: der Domaine des Malandes Chablis — ein Klassiker zu Meeresfrüchten und hellem Fisch. Zu kräftigeren Zubereitungen: der Les Parcelles Chardonnay BIO mit etwas mehr Körper. Zu asiatischen Fischgerichten: der Sven Leiner Riesling mit seiner frischen Säure.
Was ist Maischestandzeit bei Weißwein?
Dabei bleibt der Traubensaft vor dem Pressen kurz mit den Schalen in Kontakt — der Wein bekommt mehr Struktur und Grip. Das ist noch kein Orange Wine (dafür müsste er auf der Maische vergären), aber der Wein hat mehr Tiefe als normal.
Muss Weißwein immer eiskalt sein?
Nein, eiskalt tötet die Aromen. Leichte Weiße bei 8–10 °C, kräftigere bei 10–13 °C. Direkt aus dem Kühlschrank ist meistens etwas zu kalt — 10 Minuten stehen lassen hilft.
Rotwein
Was sind die wichtigsten Rotwein-Rebsorten?
In unserem Sortiment findest du die wichtigsten Stile: Merlot und Cabernet Sauvignon im Dea del Mare und Château St. Marie Bordeaux, Primitivo im Integro BIO, Nero d'Avola im Miopasso, Sangiovese im Il Volpetto Chianti, Grenache und Syrah im Les Parcelles und Saint Antonin, und Spätburgunder im Sven Leiner Handwerk.
Welcher Rotwein ist mild und weich?
Der Dea del Mare Merlot Cabernet Sauvignon (€8,90) ist ein unkomplizierter, weicher Einstieg. Der Integro Primitivo BIO (€10,90) ist ebenfalls weich, dazu intensiv fruchtig. Für etwas mehr Eleganz: der Sven Leiner Handwerk Spätburgunder (€16,00) — fein, leicht, seidig. Unser Virtual Sommelier kann dir gezielt milde Rotweine empfehlen.
Was ist der Unterschied zwischen einem leichten und einem kräftigen Rotwein?
Alkohol, Säure und Tannin bestimmen das Profil. Kräftig: der Saint Antonin Les Jardins Faugères oder der Château St. Marie Bordeaux Supérieur — spürbares Tannin, voller Körper. Leicht: der Sven Leiner Spätburgunder — weniger Alkohol, feine Säure, zartes Tannin.
Muss Rotwein Zimmertemperatur haben?
Die Regel stammt aus einer Zeit, als Zimmer 16–18 °C hatten. Die meisten Rotweine schmecken bei 15–18 °C am besten. Leichtere Rote wie der Sven Leiner Spätburgunder sind bei 14–16 °C sogar noch besser. Im Sommer ruhig kurz in den Kühlschrank stellen.
Warum schmeckt mancher Rotwein bitter?
Meistens liegt es an unreifem Tannin. Das legt sich oft mit der Zeit oder nach 30–60 Minuten in der Karaffe. Salziges Essen hilft auch sofort.
Passt Rotwein nur zu Fleisch?
Nein. Leichte Rotweine wie der Sven Leiner Spätburgunder passen auch zu Lachs oder Pilzgerichten. Italienische Rote wie unser Il Volpetto Chianti und Pasta mit Tomatensauce sind ein Klassiker. Nur sehr schwerer Rotwein zu sehr leichtem Fisch funktioniert selten.
Welcher Rotwein passt zu Pizza?
Il Volpetto Chianti (Sangiovese, €12,90) — fruchtig, lebendige Säure, wie gemacht für Margherita und klassischen Belag. Mit Salami oder würzigerem Belag: der Miopasso Nero d'Avola oder der Integro Primitivo BIO.
Roséwein
Was ist Rosé und wie wird er hergestellt?
Rosé wird aus roten Trauben gemacht, die nur kurz mit ihren Schalen in Kontakt bleiben — Stunden statt Wochen wie bei Rotwein. Dadurch bekommt er Farbe und dezente Aromen, aber kaum Tannin. Die Farbe reicht von blassem Lachsrosa bis kräftigem Himbeerrot — beides ist normal und kein Qualitätsmerkmal.
Ist Rosé ein „unwichtiger" Wein?
Eins der hartnäckigsten Vorurteile. Rosé hat eine enorme Qualitätsrevolution durchgemacht — besonders aus der Provence, aber auch aus Deutschland, Spanien und Italien kommen heute hervorragende, eigenständige Rosés. Kein „verdünnter Rotwein", sondern ein bewusster Weinstil.
Welche Trauben werden für Rosé verwendet?
Fast jede rote Traube kann Rosé werden. In unserem Sortiment: der Camas Syrah Rosé aus Südfrankreich, der Château St. Marie Bordeaux Rosé (Merlot/Cabernet Franc), der French Défilé Rosé, der Dea del Mare Pinot Grigio Rosé und der Fuori Misura Rosato aus Italien — fünf Rosés, fünf verschiedene Stile.
Zu welchem Essen passt Rosé?
Rosé ist vielleicht der vielseitigste Essensbegleiter überhaupt. Er funktioniert zu Salaten, Meeresfrüchten, Sushi, Pizza, gegrilltem Gemüse und sogar mildem Curry. Unser Château St. Marie Bordeaux Rosé hat genug Substanz für kräftigere Gerichte, der Camas Syrah Rosé ist der perfekte Begleiter für Sommerabende.
Ist Rosé nur ein Sommerwein?
Im Sommer macht er besonders Spaß, aber kräftigere Rosés wie der Château St. Marie Bordeaux Rosé oder der Fuori Misura Rosato funktionieren auch im Herbst zu Grillgerichten oder hellem Fleisch. Trink Rosé, wann immer du Lust darauf hast.
Wie unterscheidet sich Rosé von Orange Wine?
Komplett verschiedene Dinge. Rosé: rote Trauben, kurzer Schalenkontakt, frisch und fruchtig. Orange Wine: weiße Trauben, langer Schalenkontakt, herb und mit Gerbstoff. Im Glas können sie ähnlich aussehen, aber im Geschmack sind es zwei Welten.
Orange Wine
Was ist Orange Wine?
Weißwein, der wie Rotwein gemacht wird: Die weißen Trauben werden zusammen mit ihren Schalen vergoren statt sofort abgepresst. Durch den verlängerten Schalenkontakt bekommt der Wein eine goldgelbe bis orangene Farbe, mehr Struktur und Gerbstoff. Der Name kommt einfach von der Farbe.
Wie wird Orange Wine hergestellt?
Die weißen Trauben gären auf der Maische — also zusammen mit Schalen, Kernen und manchmal auch Stielen. Das kann wenige Tage bis mehrere Monate dauern. Je länger, desto mehr Farbe, Gerbstoff und Intensität. Unser Tragolargo zum Beispiel hat zwei Wochen Schalenkontakt — genug für Farbe und Grip, aber trotzdem zugänglich.
Wie schmeckt Orange Wine?
Anders als normaler Weißwein: kräutriger, nussiger, erdiger, mit Aromen von getrockneten Früchten, Honig oder Kamille. Durch den Schalenkontakt hat er Gerbstoff — ein Mundgefühl, das man sonst nur von Rotweinen kennt. Der Cortese Orange Bianco BIO ist eher mild und rund, der Tragolargo Orange Naturwein floraler und trinkiger — die Bandbreite ist groß.
Ist Orange Wine dasselbe wie Naturwein?
Nein. Orange Wine ist ein Weinstil (Maischegärung von weißen Trauben), Naturwein eine Philosophie (minimale Eingriffe). Die beiden überschneiden sich oft — unser Tragolargo ist beides, der Cortese Orange Bianco BIO ist ein Orange Wine, aber kein klassischer Naturwein. Es gibt konventionelle Orange Wines und Naturweine, die normale Weiß- oder Rotweine sind.
Warum hat Orange Wine Gerbstoff?
Weil die Trauben wie bei Rotwein mit ihren Schalen vergoren werden — und in den Schalen stecken Gerbstoffe. Je länger ein Orange Wine auf der Maische liegt, desto mehr. Bei normalem Weißwein wird der Saft sofort von den Schalen getrennt — deshalb hat der keinen.
Ist Orange Wine für Einsteiger geeignet?
Kommt drauf an. Unser Cortese Orange Bianco BIO (€14,90) ist ein guter Einstieg — mild, rund, nicht zu fordernd. Der Tragolargo (€16,50) hat etwas mehr Charakter, ist aber mit seiner floralen Art und der trinkigen Frucht trotzdem zugänglich. Bei uns findest du bewusst Orange Wines, die nicht abschrecken.
Wie trinkt man Orange Wine am besten?
Nicht zu kalt — 12–15 °C, eher Richtung Rotwein. Gib ihm Zeit im Glas, er entfaltet sich oft erst nach ein paar Minuten. Geöffnet hält er meist besser als normaler Weißwein — manche werden am zweiten Tag sogar besser.
Zu welchem Essen passt Orange Wine?
Überraschend vielseitig: salzige Gerichte, Sushi, mediterrane Küche, gereifter Käse, Pilze, Kräuter-betonte Küche. Durch seinen Gerbstoff kann er auch Gerichte begleiten, für die man normalerweise einen Rotwein nehmen würde. Der Tragolargo mit seinen Zitrus- und Aprikosennoten passt besonders gut zu mediterranen Vorspeisen.
Naturwein
Was ist Naturwein?
So wenig Eingriffe wie möglich — im Weinberg und im Keller. Mindestens biologischer Anbau, Vergärung mit natürlichen Hefen, keine Schönung, keine Filtration, keine Zusätze wie Zucker, Säure oder Enzyme. Der umstrittenste Punkt ist Schwefel: Manche verzichten komplett, andere geben minimal zu. Eine gesetzliche Definition gibt es bisher nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Naturwein und Bio-Wein?
Zwei verschiedene Dinge, die oft verwechselt werden. Bio bezieht sich auf den Anbau: keine synthetischen Spritzmittel im Weinberg. Naturwein geht darüber hinaus und betrifft auch die Arbeit im Keller: keine Zuchthefen, keine Filtration, keine Zusätze. Ein Bio-Wein kann im Keller völlig konventionell gemacht sein — und ist dann kein Naturwein. Umgekehrt ist jeder echte Naturwein mindestens bio im Anbau.
Was bedeutet biodynamisch?
Strengere Regeln als bio, plus ein ganzheitlicher Ansatz, der auf Rudolf Steiners Anthroposophie zurückgeht. Unabhängig davon, wie man zu Steiner steht: Viele der weltbesten Weingüter arbeiten inzwischen biodynamisch.
Warum schmeckt Naturwein manchmal anders?
Weil natürliche Hefen und Bakterien stärker zum Zug kommen und ungewohnte Aromen mitbringen können — von Cidre über Hefe bis zu leicht stall-igen Noten. Oft verschwinden diese Noten nach ein paar Minuten Luft im Glas. Bei WINE Berlin verkaufen wir nur Naturweine, die sauber und angenehm trinkbar sind — wie die Schmitt Freiheit Weine oder den Tragolargo Orange.
Warum sind Naturweine manchmal trüb?
Weil sie in der Regel nicht filtriert werden. Die Trübung ist kein Fehler, sondern eine bewusste Entscheidung — viele Winzer glauben, dass Filtration auch Aromen und Textur entfernt. Auf den Geschmack hat die Trübung keinen negativen Einfluss.
Hat Naturwein Sulfite?
Ja, immer — geringe Mengen entstehen natürlich bei der Gärung. Die Frage ist, ob zusätzlich Schwefel zugesetzt wird. Viele Naturweinmacher verzichten darauf oder geben nur minimale Mengen zu. Konventionelle Weine haben deutlich mehr. Wer empfindlich auf Sulfite reagiert, fährt mit Naturwein oft besser.
Wie lagere ich Naturwein am besten?
Kühl, idealerweise unter 15 °C — Naturweine ohne oder mit wenig Schwefel sind empfindlicher als konventionelle Weine. Im Kühlschrank sind sie bestens aufgehoben. Nach dem Öffnen zügig trinken.
Was ist ein PetNat?
Pétillant Naturel — ein leicht schäumender Wein nach der ältesten Methode der Schaumweinherstellung. Der Most gärt teilweise im Tank und wird dann auf die Flasche gefüllt, wo er fertig gärt. Oft leicht trüb und charmant unberechenbar — jede Flasche kann etwas anders schmecken.
Crémant & Champagner
Was ist der Unterschied zwischen Champagner und Crémant?
Die Herstellungsmethode ist quasi identisch — traditionelle Flaschengärung. Der Unterschied ist die Herkunft: Champagner kommt ausschließlich aus der Champagne, Crémant aus anderen französischen Regionen. Qualitativ steht guter Crémant oft in nichts nach, kostet aber deutlich weniger — wie unser St. Anne Crémant de Limoux Brut für €13,90 im Vergleich zum Lucien Dagonet Champagner für €39,00.
Was ist der Unterschied zwischen Champagner, Crémant, Prosecco und Sekt?
Champagner und Crémant: Flaschengärung, komplex, feine Perlage. Prosecco: meistens Tankgärung, einfacher, fruchtig-leicht. Sekt: deutscher Oberbegriff, reicht von Tankgärung bis zu hervorragenden Winzersekten in Flaschengärung. Die Methode macht den Unterschied.
Was bedeutet Méthode Traditionnelle?
Das aufwendigste Schaumweinverfahren: Ein Grundwein bekommt Zucker und Hefe, wird in der Flasche verschlossen und durchläuft dort eine zweite Gärung. Das CO₂ löst sich im Wein — so entsteht die feine Perlage. Pflicht bei Champagner und Crémant, wie unserem St. Anne und dem Château St. Marie Crémant de Bordeaux.
Was bedeutet Brut, Extra Brut und Demi-Sec?
Angaben zum Zuckergehalt nach dem Degorgieren. Brut Nature: kein Zucker zugesetzt. Brut: trocken, der Standard (unter 12 g/l) — alle unsere Schaumweine sind Brut. Demi-Sec: deutlich süß. Die Kohlensäure kaschiert die Süße — ein Brut mit 10 g/l Zucker schmeckt trotzdem trocken.
Warum ist Champagner so teuer?
Begrenzte Anbaufläche, aufwendige Herstellung (Handlese, mindestens 15 Monate Hefelager) und der Name. Wer Qualität über Marke stellt, findet bei Crémant oft das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Unser Lucien Dagonet Champagner (€39,00) ist ein Familien-Champagnerhaus, das geschmacklich in einer anderen Liga spielt als viele teurere Großmarken.
Welche Rebsorten stecken in Champagner?
Chardonnay (Eleganz), Pinot Noir (Körper) und Meunier (Fruchtigkeit). „Blanc de Blancs" = nur Chardonnay, „Blanc de Noirs" = nur rote Trauben. Bei Crémant variieren die Sorten je nach Region.
Wie serviert man Champagner und Crémant richtig?
6–8 °C, am besten im Eiskühler. Beim Glas empfehlen viele Sommeliers inzwischen ein tulpenförmiges Weißweinglas statt der schmalen Flöte — die Aromen entfalten sich besser.
Kann man Champagner und Crémant zum Essen trinken?
Absolut — Schaumwein ist ein hervorragender Essensbegleiter. Die Kohlensäure erfrischt den Gaumen zwischen den Bissen. Brut passt zu Meeresfrüchten, Sushi, Geflügel und mildem Käse.
Alkoholfrei
Was ist alkoholfreier Wein — ist das nicht einfach Traubensaft?
Nein. Alkoholfreier Wein ist echter Wein, der normal vergoren und danach schonend entalkoholisiert wurde. Er hat weintypische Aromen und Komplexität, die Traubensaft (der nie gegoren hat) nie erreicht.
Wie wird alkoholfreier Wein hergestellt?
Zuerst wird ganz normaler Wein hergestellt, dann wird der Alkohol entzogen. Am häufigsten per Vakuumdestillation: Unter reduziertem Druck verdampft der Alkohol schon bei 28–35 °C, die Aromen bleiben erhalten. Andere Verfahren sind Umkehrosmose und die besonders schonende Spinning Cone Column. Alle rein physikalisch, ohne Chemie.
Enthält alkoholfreier Wein wirklich null Alkohol?
„Alkoholfrei" heißt in Deutschland: unter 0,5 Vol.-%. Die meisten liegen bei 0,2–0,4 % — vergleichbar mit reifem Apfelsaft. Wer wirklich 0,0 % will: Unsere Vina'0°-Weine (Chardonnay, Merlot und Rosé) sind echte 0,0 %-Weine und damit auch für Schwangere geeignet.
Warum schmeckt alkoholfreier Wein oft süßer als normaler Wein?
Weil viele Produzenten den fehlenden Alkohol mit Zucker kompensieren — Alkohol gibt Körper und Mundgefühl, und Zucker ist der billigste Ersatz. Das Ergebnis sind oft Zuckerbomben. Bei WINE Berlin achten wir genau darauf: Unsere alkoholfreien Weine haben bewusst wenig Restzucker und sind trotzdem geschmacklich rund.
Warum ist es so schwer, guten alkoholfreien Wein zu finden?
Weil Alkohol nicht nur Promille liefert, sondern auch Geschmacksträger ist. Fällt er weg, wirkt der Wein oft dünn oder spitz. Nicht jede Rebsorte eignet sich — aromatische Sorten wie Chardonnay behalten nach der Entalkoholisierung mehr Charakter. Und der Grundwein muss top sein: Entalkoholisierung macht keinen schlechten Wein besser.
Wie findet WINE Berlin gute alkoholfreie Weine?
Genauso wie bei allen Weinen: Blindverkostung und strenge Auswahl unseres Sommeliers. Wir probieren viel und nehmen wenig ins Sortiment — aktuell die Vina'0°-Serie (Chardonnay, Merlot, Rosé) und die Vendôme Mademoiselle Crémants. Unser Kriterium: eigenständig gut, wenig Restzucker, kein verdünnter Traubensaft.
Hat alkoholfreier Wein weniger Kalorien?
Ja, deutlich — meistens nur 20–40 kcal pro Glas statt 80–100 kcal bei normalem Wein. Voraussetzung: nicht zu viel zugesetzter Zucker. Deshalb lohnt ein Blick auf die Nährwertangaben.
Wie schmeckt alkoholfreier Wein im Vergleich?
Anders — weniger Körper, weniger Wärme, dafür treten Frucht und Aromen stärker in den Vordergrund. Ein guter alkoholfreier Wein ist keine Kopie, sondern eine eigene Kategorie. Der Vina'0° Chardonnay zum Beispiel hat eine saubere Fruchtigkeit und Frische, die für sich steht.
Kann ich alkoholfreien Wein in der Schwangerschaft trinken?
Unsere Vina'0°-Weine (Chardonnay, Merlot, Rosé) haben wirklich 0,0 % Alkohol und sind damit auch für Schwangere geeignet. Bei alkoholfreien Weinen mit bis zu 0,5 % Restalkohol ist der Gehalt vergleichbar mit reifem Obst oder Fruchtsaft. Im Zweifel sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.
WineBerlin · Weserstraße 44, Berlin
Vor Ort
Lieber persönlich?
Komm im Laden in der Weserstraße 44 in Neukölln vorbei — Mi & Do 15–21 Uhr, Fr & Sa 15–22 Uhr. Probieren, fragen, Lieblingswein mitnehmen.